Unsere Stillgeschichte

Unsere Stillgeschichte, eine bis jetzt kurze aber durchaus sehr schöne Geschichte.

(Klein M. bereichert unseren Alltag jetzt schon seit etwas mehr als 12 Wochen.)

In der Schwangerschaft wurde ich immer wieder mal gefragt ob ich stillen möchte. Ich fand die Frage fast überflüssig. Na klar doch möchte ich mein Baby stillen. Erst im Geburtsvorbereitungskurs ist mir wirklich bewusst geworden, dass es Frauen gibt die das Stillen von vornherein ablehnen. Diesen Gedanken kann ich für mich nicht nachvollziehen aber zum Glück ist jeder anders. Was anderes ist es natürlich, wenn es mit dem Stillen nicht so recht klappen will.

Zum Glück darf ich mich zu den glücklichen Frauen zählen, wo alles weitgehend gut funktioniert. Aber jetzt mal ganz zum Anfang.

Nach der Geburt

Klein M. war gerade mal 12 Minuten auf der Welt und hat getrunken als hätte sie noch nie etwas anders gemacht. Ein kräftiges Kind ist schon mal ein guter Ausgangspunkt fürs Stillen. Viel konnte noch nicht heraus kommen aber es wurde die ganze Nacht kräftig weiter genuckelt. Ein mega tolles Gefühl endlich sein Kind in den Armen zu halten und es die ganze Nacht ganz eng bei sich zu haben. Aber das waren meine Brustwarzen nicht gewohnt. Das tolle Hebammen-Team in der Klinik stand mir aber gleich mit Rat und Tat zur Seite. Zwischen den Mahlzeiten legte ich kalte Kompressen auf und zwei Mal durfte ich zur Laserbehandlung, welche die Zellerneuerung beschleunigen soll. Dem Laser gegenüber war ich etwas skeptisch. Die ganze Behandlung dauerte vielleicht 5 Minuten und hatte aber schließlich tatsächlich Wunder bewirkt. Meine Hebamme zeigte mir auch verschiedene Positionen zum Anlegen. Seit der ersten Nacht stille ich klein M. auch im Liegen, was mir meine Nächte sehr angenehm macht, da ich öfter mal einfach beim Stillen einschlafe.

Den lieb gemeinten Rat der Schwestern alle 2-3h zu stillen habe ich einfach ignoriert und nur angelegt wenn klein M. den Busen verlangt hat. Für mich war es als Mama nicht logisch sein friedlich schlafendes Baby zuwecken um ihm dann die schmerzende Brustwarze in den Mund zu schieben.

Wichtig!
Immer das Gewicht des Baby im Auge behalten.
Klein M. hat nur sehr wenig in den ersten Tagen abgenommen. Bei unserer Entlassung hatten wir fast wieder das Geburtsgewicht erreicht. Also kein Grund zur Sorge, dass es dem Baby vielleicht nicht gut geht, weil es nicht ständig trinkt.

Der Milcheinschuss

Ja, den Milcheinschuss habe ich so ziemlich verpasst, weil ich noch mit den Nebenwirkungen der verstochenen PDA zu kämpfen hatte und Schmerzmittel genommen habe. Also sagen wir mal, ich hatte Glück im Unglück. Ok, dass meine Brüste plötzlich gigantisch waren ist mir und meinem Umfeld nicht entgangen. 😉

Aufeinmal war so viel Milch da, dass ständig der zweite Busen an dem gerade nicht getrunken wurde mit tropfte. Sehr gewöhnungsbedürftig aber Dank der Erfindung von Stilleinlagen kein Problem. Auch beim Stillen kam öfters einfach zu viel Milch, sodass sich unser Mäuschen verschluckte oder die überschüssige Milch einfach herauslaufen lies.

Mittlerweile hat sich meine Milch so gut auf unser Baby abgestimmt, dass ich fast keine überschüssige Milch mehr habe und auch seit fast 2 Wochen nicht einmal mehr Stilleinlagen verwende. Einen Nachteil hat das allerdings. Wenn Mama Caro mal dem Papa übergiebt und sich das eine oder andere Stündchen für sich nimmt, kann es mit dem Abpumpen schon mal schwierig werden.

Stillliebe ♥

Alles in Allem kann ich aber sagen, dass Stillen echt luxus ist. Egal wann und wo unser Baby hunger hat, der Busen wird ausgepackt und wenn die Müdigkeit anklopft, ein beruhigungs Busen macht den Weg ins Träumeland gleich leichter.

Ich bin gespannt wie lange unsere Stillbeziehung andauern wird. Sicher ist, wir werden sie bis zur letzten Minute genießen!

Meine persönlichen Tipps für einen gelungen Stillstart:
  • Gute Still-Bhs
    Gute Still-Bhs sind goldwert! Er sollte leich zu öffnen sein, ohne störende Nähte vielleicht sogar ohne Bügel um Druckstellen zu vermeiden. Und vergesst nicht ganz aufs “Frau sein” und gönnt euch auch welche mit Spitze. Auch Still-Bhs können hübsch aussehen.
  • Stilleinlagen
    Ich kann euch da keine speziellen empfehlen meine waren von DM.
  • Kühl-/Wärmepads
    Um einen Milchstau vorzubeugen aber auch bei Schmerzen beim Milcheinschuss helfen diese Pads super. Bekommst du hier.
  • Multi Mam Kompressen
    Die haben mich beim Stillstart echt gerettet. Einfach in den Kühlschrank und nach dem Stillen auf die beleidigte Brustwarze für einige Minuten legen. Bekommst du hier
  • Brustwarzensalbe
    Ich habe die von Lansinoh “HPA Lanolin” verwendet. Bekommst du hier.
  • Stillschal
    Wenn du nicht sooo gern deinen Busen in der Öffentlichkeit auspackst verwende einfach einen dünnen Loop-Schal.
  • Stillhütchen
    Die bekommst du in den meisten Fällen bei Bedarf noch im Krankenhaus oder bei deiner Hebamme.
  • Richtiges Anlegen & bequem Sitzen/Liegen
    Lass dir von deiner Hebamme die verschiedenen Positionen zeigen und achte immer darauf, dass dein Baby die ganze Brustwarze in den Mund nimmt und nicht nur an einem Spitzerl herum lutscht. 🙂

In diesem Sinne wünsch ich allen bald Mamis einen guten Stillstart und vergesst nicht zum Stillen braucht man sich nicht zu verstecken. Traut euch und macht anderen Frauen gleichzeitig damit Mut. Jeder hat das Recht zu essen wann er hunger hat! Also stillt, wann immer euer Baby hunger hat. ♥

An die lieben Mamas bei denen es dann nicht so toll klappen sollte, haltet durch der Anfang ist bei niemandem so leicht und wenn es überhaupt nicht mehr geht: “Flaschenkinder werden auch groß.” 😉

Falls du ihn noch nicht gesehen hast:
Hier kommst du noch zu meinem Geburtsbericht!

Wenn du Fragen oder Anregungen hast, lass mir gerne ein Kommentar unter dem Beitrag da oder schick mir ein Mail.

Bis bald.

Deine Caroline ♥

 

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